Wo Schiller heiratete und Schwarz Rot Gold seinen Anfang nahm

Die Geschichte von Wenigenjena

Bienenwachs war im Mittelalter ein gängiges Zahlungsmittel, mit dem auch Unfreie ihren Zins zu entrichten hatten. 3 Pfund Bienenwachs musste der Leibeigene Heinrich von Wenigenjena jährlich an das Kloster Pforta bei Naumburg als Zins zahlen, als ihn sein Herr, Burggraf Dietrich von Kirchberg, auf Bitten des Bruders Albrecht, Hofmeister zu Porstendorf, an das Kloster verschenkte. Diesem Akt und der dabei ausgestellten Urkunde am 1. Juni 1257 verdanken wir die Ersterwähnung von Wenigenjena.

Der Film zeigt die Geschichte des Ortsteils auf, in dessen Kirche kein Geringerer als Friedrich Schiller heiratete. Im Gasthof „Grüne Tanne“ gründete sich 1815 die Urburschenschaft, welche die Grundlage für die deutschen Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold legte. Gegen Ende des 19. Jh. entwickelte sich Wenigenjena vom Dorf zum Jenaer Stadtteil Jena-Ost, dessen Einwohnerzahl heute über 10.000 beträgt.

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